Es ist keine Geheimnis, dass die Regierung Obama nicht viel von Hamid Karzai hält. Seit Amtsantritt Obamas fehlte es nicht an Versuchen, den afghanischen Präsidenten zu schwächen oder gar aus dem Amt zu drängen. Doch Karzai konnte sich bisher halten, natürlich betrieb er dabei auch ein schmutzige Spiel: Er fälschte die Wahlen vom 20.August massiv. Nun muss er am 7. November in die Stichwahlen, auch dazu musst er gedrängt werden. Er selbst nämlich sieht sich als Sieger der Wahl.

Gestern nun veröffentlichte die New York Times eine Geschichte, wonach Wali Karzai, der Bruder des Präsidenten jahrelang auf der Gehaltsliste der CIA stand und immer noch steht. Das mag man überraschend finden oder nicht. Die interessante Frage ist: Wer hat diese Nachricht an die New York Times gesteckt? Und warum?

Klar ist: Der Artikel wird Hamid Karzai schaden. Darum wird man in der Annahme nicht fehlgehen, dass die „Enthüllungsgeschichte“ Teil des schmutzigen Wahlkampfes ist – der eben auch von Washington aus geführt wird.

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