Das Selbstmordattentat in Afghanistan ist angeblich eine neues Phänomen. Afghanen sind keine Selbstmörder. So lautet die Annahme. Die Tatsache, dass es Selbstmordattentäter in Afghanistan gibt, nehmen deshalb viel Analysten als Beweis für die Anwesenheit von Al Kaida.  Diese Terrorganisation habe diese Form des Kampfes perfektioniert – und nach Afghanistan importiert. Doch nun lese ich in einem Buch Gregory Feifer,  dass es  schon in den achtziger Jahren in Afghanistan das eine oder andere Selbstmordattentat gegen die sowjetischen Besatzer gegeben hat. Wenn das stimmt – und es sieht danach aus -, dann sind Selbstmordattentate kein exklusives Kampfmittel von Al Kaida.  Die Tatsache, dass sich Menschen in die Luft sprengen und andere mit in den Tod reißen, ist keine Beweis für die Anwesenheit von Al Kaida.

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