Afghanistan wählt einen neuen Präsidenten. Das ist eine gute Nachricht, wenn man bedenkt, dass in diesem Land noch vor sieben Jahren die Taliban herrschten. Sie wollten weder von Menschenrechten noch vom Rechtsstaat oder Demokratie etwas wissen. Es gab unter der Herrschaft keine Wahl für die Afghanen. Nur Gehorsam oder den Tod. Insofern ist der heutige Tag ein Fortschritt.

Die schlechte Nachricht allerdings ist, dass diese Wahlen weder ganz fair noch ganz frei und auch nicht ganz geheim sein werden. Gut, sagen sich alle: Afghanistan ist eben Afghanistan und nicht Europa. Da dürfe man das nicht so streng sehen. Eine bisschen schummeln, das sei nicht schön, aber alles in allem eine lässliche Sünde.

Nun, das ist freilich eine Illusion… weiter geht es bei ZEIT online

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