Söldner ist ein belasteter Begriff – er suggierert das Menschen für Geld alles tun. Private Sicherheitsfirmen wehren sich deswegen dagegen als Söldnerheer bezeichnet zu werden. In ihre Selbstdarstellung sind sie Sicherheitsdienstleiser, die gegebene Aufträge nach Recht und Gesetz erfüllen. Manchmal geht natürlich etwas schief, wie am 16. September 2007 im Irak. Damals erschossen Leute der Sicherheitsfirma Blackwater 16 Iraker. Dieser Skandal machte zum ersten mal eine breitere Öffentlichkeit mit der Rolle der Sicherheitsfirmen im Irak bekannt. Es kam zu einer Anhörung im amerikanischen Kongress. Dabei wurde unter anderem klar, dass dei USA ihren Krieg im Irak ohne Sicherheitsfirmen gar nicht hätten führen können. Auf über 100.000 wurde die Zahl ihrer Mitarbeiter im Irak geschätzt. Wobei der Großteil der Mitarbeiter dieser Firmen Zivilisten sind. Darunter sind sehr viele Menschen aus der Dritten Welt, weil sie die billigsten Arbeitskräfte sind.

Auch der Krieg in Afghanistan ist ohne die Sicherheitsfirmen nicht zu führen. 70.000 Söldner soll es in Afghanistan geben. Und auch in Afghanistan ist ihre Arbeit nicht ohne Probleme. Es ist jedenfalls ein Thema, das weiterer Aufmerksamkeit bedarf.

Advertisements